Pressemeldung

Quelle: NW | Datum: 16. November 2011 | Autor: NW

Kleine Eule ganz groß

Erkeln (nw). Zehn Eulenarten sind in Deutschland beheimatet, sieben leben davon im Kreis Höxter. Zu ihnen gehört der Steinkauz, der wie der Sperlingskauz und der Raufußkauz zu den Raritäten unserer heimischen Vogelwelt gehört.

Aktuell sind weniger als zehn Brutpaare im Kreis heimisch, zwei davon im Nethetal zwischen Ottbergen und Erkeln. Lebensraum des Steinkauzes sind niedrigwüchsige Viehweiden mit einem lockeren Baumbestand, seien es hochstämmige Obstbäume oder Kopfweiden. Sein Lebensraum ähnelt insofern seiner ursprünglichen Heimat in den südlichen Gefilden - den Baumsteppen mit nur spärlicher oder niedriger Vegetation.

Der aktuelle Bestand des Steinkauzes wird in Deutschland auf rund 8.000 Brutpaare geschätzt. Mit fast 4.500 Brutpaaren befindet sich sein Verbreitungsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen. Hier ist er aber nicht gleichmäßig verteilt, sonder bevorzugt die klimatisch begünstigten Bereiche im Rheinland und im westlichen Westfalen.

Um den Bestand im Kreis Höxter zu fördern, wurden im Herbst dieses Jahres vier Steinkäuze im Nethetal ausgewildert. Es handelte sich um Vögel, die verletzt in der Vogelpflegestation in Meerhof-Essentho eingeliefert und dort von der Familie Limpinsel gesund gepflegt wurden. Bleibt zu hoffen, dass sie sich im Nethetal wohl fühlen und dort heimisch werden. An Nistmöglichkeiten wird es ihnen auf jeden Fall nicht fehlen, denn in den letzten Jahren wurden durch den Naturschutzbund (Nabu) Höxter im Nethetal zahlreiche Steinkauzröhren an geeigneten Stellen angebracht.

Abflug in die Freiheit: Burkhard Beinlich (Landschaftsstation), die Eheleute Limpinsel und Rudolf Ostermann (v. l.) drücken dem kleinen Kauz die Daumen. FOTO: FRANK GRAWE

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          Warburg, Mittwoch 16. November 2011