Pflegearbeiten bei Amelunxen

Am Radweg zwischen Amelunxen und Ottbergen befindet sich ein recht steiler Hang, der seit vielen Jahren nicht mehr genutzt wird und allmählich verbuscht. Schon seit längerem steht er auf der „Pflegeliste“ des Naturkundlichen Vereins, denn der Standort ist als Wuchsort für Orchideen bekannt. Weiterhin kommt dort die seltene Skabiosen-Sandbiene (Andrena marginata) vor. Im Winterhalbjahr 2019/20 war es dann soweit – erste Teilflächen wurden an zwei Samstagen durch Ehrenamtliche des Vereins freigeschnitten und von dichten Moospolstern befreit. Davon, dass sich die Arbeiten gelohnt haben, konnten sich die Aktiven auf mehreren Begehungen und einer Exkursion selbst überzeugen: Zahlreiche Exemplare des Helmknabenkrauts  (Orchis militaris) blühte üppig und die Skabiosen-Sandbiene konnte beim Blütenbesuch beobachtet werden. Eine überraschende Neuentdeckung war der kreisweit aktuell größte bekannte Bestand der Natternzunge (Ophioglossum vulgatum).  

Im November/Dezember 2020 fanden zwei weitere Pflegetermine statt, um die freigepflegten Flächen dauerhaft zu sichern und schrittweise zu vergrößern. Bei idealen Witterungsbedingungen konnten die Arbeiten auf der Fläche genossen werden – nicht zuletzt auch aufgrund des traditionellen leckeren „Mittagstisches“.